Über Postines Notizblog

Postine, Kind zweier unterschiedlicher Eltern, ist manchmal männlich, hat bereits vierunddreißig Winter durchgeheizt, zwei in München, einen in Freiburg, einen in San Francisco, keinen in Boston, einen in Barcelona, einen in Paris, acht in Berlin, zwanzig vergessen, achtzehn davon in München, zwei in Berlin. Auf sieben Jahre Studium, die den beiden Fragen nachgingen: Was kann man sagen, was nicht? und: Wie kriege ich meinen Arsch hoch, wie nicht? folgten sechs Jahre freischlafende Tätigkeiten, die mit Geldern aus dem staatlichen Kulturetat abgegolten wurden. Damit ist jetzt Schluss, gefördert wird nur noch Zünftiges, deswegen steht Postine da wie mit 16, kriegt den Arsch nicht hoch und hat jegliches Gefühl dafür verloren, was man sagen kann und was nicht. Das müsste als Erklärung genügen, warum plötzlich Postines Notizblog erscheint. Zeichen der Verweblichung.

Andererseits bloggt Postine seit 1991 geheim, das heißt auf Papier. Warum weiterhin Papier verschwenden? Lieber Zeit verschwenden, als rohes Papier. Beim Atmen und Tippen verbrauche ich weniger CO2, als bei den meisten anderen sinnlosen Tätigkeiten.

Schließlich steht die Frage auf dem Tisch: Ist Postines Richtungssinn für immer verloren, oder kann man da was richten?

Kommentare, die irgendeiner deutschsprachigen Schreibweise auf in sich schlüssige Art folgen, gerne auch per email an btraeger@gmx.de

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